Wenn der innere Nordstern ruft:
Entscheidung für die Sehnsucht nach Meer. Log. № 0
Mitsegeln auf der Brigg ROALD AMUNDSEN Unterwegs auf einem historischen Segelschiff in der Karibik.
Ohne jede Segelerfahrung. Aber mit der Sehnsucht nach Meer. Und danach, die eigenen Grenzen zu verschieben.
Ich will von mir erzählen, von inneren Richtungswechseln, Mut-Momenten und dem Vertrauen, dem eigenen Kompass zu folgen – auch wenn der Weg noch nicht klar vor Augen liegt.
Wasser hat sich schon vor Jahren einen festen Platz in meinem Leben geschaffen. Ich habe ein Hausboot und liebe das Unterwegssein auf Flüssen. Und doch war da plötzlich mehr.
Und die Bilder eines historischen Großseglers.
So habe ich mich – mit null Segelerfahrung, Höhenangst und Arthrose in den Händen – allein in Panama auf einem riesigen Segelschiff wiedergefunden.
Log. № 0
Noch daheim. Meine Entscheidung steht.
Wie ich als Nicht-Seglerin auf einem traditionellen Großsegler in Panama gelandet bin?
Bei der Recherche für einen Vortrag über Mut, Frauen und das Meer bin ich über Bilder gestolpert, die mich nicht mehr losgelassen haben. Fotografiert von Verena Brüning, aus dem Bildband „Windsbraut“ – einer Atlantiküberquerung mit einer reinen Frauen-Crew.
Auf diesen Bildern: die Brigg ROALD AMUNDSEN.
Ein historischer Großsegler. Kraftvoll. Schön.
Mit diesem besonderen „Fluch der Karibik“-Freiheitsgefühl.
Ob ich Bedenken hatte?
Ohne Ende.
Mit Mitte fünfzig, null Segelerfahrung, Höhenangst
und Arthrose in den Händen – vielleicht keine besonders gute Idee.
Was, wenn ich die „Seile“ nicht richtig festhalten kann?
Klettern bei einer Masthöhe von über 30 Metern,
unter mir ein hartes Deck oder die offene See?
Allein der Gedanke reicht für weiche Knie.
Und dann: ganz allein nach Panama?
Ist das dort sicher?
Kann ich als Frau allein reisen?
Was ist mit Drogenbanden, endlosem Dschungel, wilden Tieren
und durchgeknallten Politikern in den Nachbarländern?
Und trotzdem spüre ich dieses eine Wort: Egal.
Und ein inneres JA, das sich nicht mehr ignorieren lässt.
Ich erlaube mir meine Ängste und Bedenken.
Schreibe Mails an den Verein, bitte um ein Telefonat,
hole mir Einschätzungen ein und recherchiere zu Panama.
Dann melde ich mich für den Törn an –
bevor der letzte Platz weg ist.
Und plötzlich geht alles ganz schnell …
mehr?
Brigg Roald Amundsen
Fotografin Verena Brüning
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